Workshops richtig gut machen

#gleichrichtigmachen

Tipps & Tricks zur Gestaltung und Durchführung von Creativity & Innovation Workshops

Workshops sind ein extrem effektives Format, um in einer Gruppe kreative und innovative Ideen zu erarbeiten. Leider werden sie von Unternehmen viel zu selten durchgeführt. Sie scheuen den Aufwand oder glauben nicht an ein Ergebnis, das den Aufwand rechtfertigt. Damit Workshops tatsächlich richtig gute Ergebnisse liefern, müssen viele Dinge beachtet werden. Es reicht nicht aus, Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einen Raum einzuladen und dann wird einfach mal drauf los „gebrainstormt“. Leider läuft es aber viel zu oft genau so ab.

Wir haben schon weit über hundert Creativity & Innovation Workshops geplant und durchgeführt und natürlich auch an vielen Workshops teilgenommen, die von anderen organisiert wurden. Dabei haben wir viele Erfahrungen gesammelt, die wir in verschiedensten Beiträgen als Tipps & Tricks zusammengestellt haben.

Wir sind nicht nur zum Spaß hier –
Klare Erwartungen an Creativity Workshops

Was für nahezu alle anderen Vorhaben gilt, trifft auch auf Creativity & Innovation Workshops zu: Je klarer das Ziel definiert ist, desto besser kann das Ziel erreicht werden. Wie alle anderen Vorhaben profitiert auch das Erschaffen kreativer und innovativer Ideen in einem Workshop von einem guten Konzept und einem Vorgehen mit klarer Struktur. Auch Kreativität und Innovationen können „engineered“ werden. Um den Workshop optimal gestalten zu können, sollte daher immer nach der Erwartungshaltung für die folgenden Punkte gefragt werden: Anzahl der Ideen? | Detailgrad der Ideen? | Erlaubter „Level of Craziness“? | Wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen? | Hidden Agendas?

In Workshops gibt’s weder Zuschauer noch Beobachter

Heterogenität bei Workshop-Teilnehmer:innen finden wir super. Aber eine Gruppe sollte es niemals geben: Zuschauer oder Beobachter. Zwar wird sich gewünscht, dass auch Personen dabei sein sollten, die nicht aktiv am Workshop teilnehmen werden. Sie „wollen sich das nur mal anschauen“, „nur eine beobachtende Position einnehmen“, „nur mal Workshop-Luft schnuppern“ oder „schauen, ob so ein Workshop auch für sie etwas wäre“.  Je größer die Gruppe der aktiven Teilnehmer:innen geplant ist, desto wahrscheinlicher ist der Wunsch nach passiven Teilnehmer:innen. Wir begegnen diesem Wunsch immer gleich: In unseren Workshops gibt es weder Zuschauer noch Beobachter!

Ein gutes Warm-up ist superwichtig und keine Zeitverschwendung. Ganz im Gegenteil sogar. Denn es geht in Workshops gerade nicht ums Tagesgeschäft oder Business as usual. Um in einem kreativen Arbeitsmodus wirklich gute Leistung zu bringen, müssen wir uns erst mal aufwärmen. Genau wie im Sport auch, sollten wir nicht direkt lossprinten ohne ein vernünftiges Warm-up. Denn das kann ganz schnell schmerzhaft werden und dann muss abgebrochen werden. Auch wenn ein Warm-up insbesondere für Gruppen wichtig ist, bei denen sich die Teilnehmer:innen nicht so gut persönlich kennen, sollte ein Warm-up auch in Working-Sessions durchgeführt werden, in denen sich alle (augenscheinlich) gut kennen.

Ohne Warm-up keine Spitzenleistung.
Gilt auch für Workshops.

Challenge Accepted –
Kreativer Workshop-Wettkampf

Wir alle kennen die Situation: Als eine:r von vielen Workshop-Teilnehmer:innen sind wir zusammengekommen, um gemeinsam kreativ zu werden und eine vorgegebene Aufgabe zu lösen. Leider passiert dann außer viel Gerede und endlosen Diskussionen nicht viel. Selbst wenn ein sehr guter Plan für den Workshop erarbeitet wurde, läuft dennoch oft alles aus dem Ruder, weil zu viel in zu großer Runde „rumgeredet“ wird. Um die „Laberrunde“ zu vermeiden und dabei auch noch den Zeitplan einzuhalten, solltet ihr daher eure Teilnehmer:innen immer in Teilgruppen aufteilen. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Wir haben konkrete Tipps & Tricks für das Arbeiten mit Teilgruppen vorbereitet, die wir schon sehr oft erfolgreich angewendet haben.

Eine immer wiederkehrende Aufgabe in Workshops ist das Priorisieren von Arbeitsergebnissen. In der Regel muss im Verlauf eines Workshops sogar mehrfach priorisiert werden. Nach fast jedem Workshop-Abschnitt wollen wir mit den vielversprechendsten Ergebnissen weiterarbeiten, bis hin zur finalen Auswahl der Top Ideen, am Ende des Workshops. Priorisierung ist unumgänglich und wichtig. Leider ufern Priorisierungsdiskussionen gerne massiv aus und ziehen sich unnötig in die Länge. Es kommt fast nie vor, dass wir Ideen in einem Workshop in eine echte Reihenfolge bringen müssen. Wie die relative Prioritätsreihenfolge dieser Ideen ist, kann uns zunächst völlig egal sein. Daher arbeiten wir beim Priorisieren gerne mit „First Come, First Serve“-Methoden.

Priorisieren in Workshops –
Wer zuerst kommt …

Leider finden Innovation Workshops meist nicht regelmäßig statt, sondern sind seltene Ausnahmen. Wenn Arbeiten im Normalbetrieb nicht ausreicht, um die gewünschten Ergebnisse zu liefern, dann wird eben ein Workshop angesetzt. Oft kommt dann sogar eine größere Runde an Teilnehmer:innen zusammen, um endlich für Fortschritt zu sorgen. Die Organisator:innen und Moderator:innen des Workshops stehen damit aber vor einer echten Herausforderung, denn bei den Teilnehmer:innen hat sich oft schon jede Menge Frust angestaut und dazu kommt noch der Erwartungsdruck „von oben“. Wir haben für solche Situationen eine einfache Kreativitätstechnik, mit der wir diese „schlechte Ausgangssituation“ sogar zum Vorteil für den Einstieg in Workshops nutzen. Wir nennen sie „Schiri“ (English: „Referee“).

”Das ist Minimum Gelb!” – ”Eher sogar Dunkelrot.” | Schiris in Workshops

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