Lernen von Legenden
#gleichrichtigmachen
Erfahrungen aus anderen Branchen im Digital Business anwenden
Im Digital Business und in Software-Projekten sind wir immer wieder in herausfordernden Situationen und haben es mit schwierigen Sachverhalten zu tun. Viele, wenn nicht sogar die meisten davon, sind aber gar nicht spezifisch für die Software-Branche. Sie treten in nahezu jeder anderen Branche ganz genauso auf. Daher ist es immer hilfreich, auch in diesen Branchen nach guten Lösungen zu suchen, die dort vielleicht sogar schon sehr lange erfolgreich angewendet werden.
Wir haben hier Beiträge zusammengestellt, in denen sich bekannte Persönlichkeiten zu jeweils einem Thema geäußert haben. Die Personen kommen in der Regel nicht aus der Software-Branche. Sie haben allerdings in ihrer jeweiligen Brache einen gewissen Legendenstatus. Meist sogar weit darüber hinaus. Was sie sagen, beruht auf jahrelanger Erfahrung und hat damit eine enorme Aussagekraft. Ihr Erfolg gibt ihnen Recht. Obwohl in einem anderen Kontext gesagt, passen ihre Zitate auch perfekt auf das Digital Business.
Der „Master of Suspense“ Sir Alfred Hitchcock ist einer der einflussreichsten Regisseure der Filmgeschichte. Er hat einen unverkennbaren eigenen Stil erschaffen, der bis heute Bestand hat und seinen Namen trägt. Hitchcock hat sehr offen darüber gesprochen, wie er seine Filme angeht und umsetzt und wie man es nicht machen sollte. Seine Herangehensweise kann wunderbar auf das Erstellen und Halten von Präsentationen übertragen werden. Er sagt uns wie wichtig eine gute Story ist, die auf Basis eines klaren Konzepts umgesetzt werden muss. Zudem betont er die Wichtigkeit von Emotionen. Er spielt mit Schmerz und Erlösung und verrät, wie wichtig es ist, auf die Zuhörer:innen einzugehen und dass man auch mal unkonventionell sein muss.
Über das Werk des Regisseurs David Lynch wird viel gestritten. Unbestritten ist jedoch, dass David Lynch ein sehr kreativer Mensch war, der sich neben Film auch mit Malerei, Photographie, Möbel-Design oder Musik-Komposition beschäftigte. Er wusste, dass man die Erzeugung kreativer Ideen zwar aktiv unterstützen kann, jedoch richtig gute Ideen schwierig zu erzeugen und zu erkennen sind. Vor allem darf man sich nicht mit zu wenig zufriedengeben. Ideen entstehen oft auch nicht auf einmal, sondern ergeben sich aus vielen Teilideen über einen längeren Zeitraum. Wir dürfen im kreativen Prozess nicht negativ sein und sollten auch mal mit verrückten Ideen starten, die sich dann am Ende ggf. als richtig gut herausstellen. Für die Umsetzung unserer Ideen müssen wir dann alles geben. Manchmal greift die Idee in der Praxis dann doch nicht so, wie gewünscht. Dann haben wir aber auch viel dabei gelernt für die nächste Idee.
Im (Berufs-)Alltag kommt irgendwann einmal der Punkt, an dem wir mit etwas so unzufrieden sind, dass wir es einfach nicht länger ertragen können. Dann brauchen wir eine Revolution. Kaum jemand steht mehr für Rebellion, (friedliche) Revolution und Wandel als John Lennon. Er sagt uns, wie wichtig es ist, selbst die Initiative zu ergreifen und wie wichtig es ist, immer ehrlich zu sein. Wenn wir Dinge verändern, dann wird das nicht allen gefallen. Damit müssen wir umgehen. Und manchmal müssen wir für echte Veränderung auch mal laut werden. Aber das ist auch völlig in Ordnung so.
Auch wenn manche vielleicht meinen, sie könnten es quasi allein: Software-Entwicklung ist ein Team-Sport. Einzelkämpfer haben hier keinen Erfolg, wenn es um echte Systeme geht, die wirklich am Markt bestehen müssen. Wir brauchen aber immer jemanden, der uns dabei hilft, alle gemeinsam an einem Strang zu ziehen und aus allen Team-Mitgliedern ihr Bestes herauszuholen. Richard Donner hat viel zu diesem Thema beizutragen. Als Regisseur hat er über viele Jahre eine Vielzahl an extrem erfolgreichen Filmen in den unterschiedlichsten Genres gedreht. Einige davon haben ihr jeweiliges Genre bis heute geprägt. Er weiß, wie wichtig es ist, mit guten Leuten zu arbeiten. Es ist aber auch völlig klar, dass wir nicht immer unser Dream Team bekommen können. Alle Team-Mitglieder sollten sich gut kennen und gegenseitiges Vertrauen aufbauen. Auch wenn wir der „Regisseur“ im Projekt sind, so sollten wir immer ein offenes Ohr für konstruktive Verbesserungsvorschläge haben. Und egal wie gut das Team auch ist, wir müssen unsere Ergebnisse immer mit der echten Zielgruppe überprüfen.







