Es kommt immer wieder vor, dass wir nach persönlichen Empfehlungen zu bestimmten Themen gefragt werden. Nach einem Vortrag, im Gespräch beim Get-Together einer Veranstaltung, oder in der Pause eines Meetings sind nur einige der Gelegenheiten, in denen gerne gefragt wird, was wir empfehlen würden, um sich in ein bestimmtes Thema (tiefer) einzuarbeiten. Das Internet bietet zwar unbegrenzten Zugriff auf Informationen zu jedem Thema, aber gerade in diesem Überangebot liegt oft auch das Problem. Wo soll man anfangen? Was ist wirklich gut? Daher sind persönliche Empfehlungen oft sehr wertvoll.
Wir möchten daher an dieser Stelle unsere persönlichen Empfehlungen zu den Themen geben, nach denen wir immer wieder gefragt werden. Wir antworten hier genauso, wie wir auch in einem persönlichen Gespräch auf die Frage antworten würden. Kurz und prägnant. Denn schließlich hat man bei solchen Gelegenheiten nicht die Möglichkeit, vollumfassend auf alle Einzelheiten einzugehen. Wir begrenzen uns auf drei Empfehlungen und ggf. einen Bonus-Tipp.
Beginnen möchte ich heute mit einer Frage, die mir mit am häufigsten gestellt wird:
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Buch: Slide:ology (Nancy Duarte)
Wenn du dir nur eine einzige Sache zum Thema Präsentationen anschauen willst, dann lies das Buch „Slide:ology“ von Nancy Duarte. Das ist nicht nur sehr gut als Einstieg in das Thema geeignet, sondern gibt auch einen sehr schönen Überblick über viele Bereiche, die beim Erstellen und Halten von Präsentationen wichtig sind. Diese kannst du bei Bedarf vertiefen. Neben der englischen Originalfassung ist es auch auf Deutsch und in vielen anderen Sprachen verfügbar. Auch sehr zu empfehlen ist ihr vertiefendes Buch „Resonate“ .

Buch: Presentation Zen (Garr Reynolds)
Das Buch von Nancy Duarte ist meiner Meinung nach zwar im Allgemeinen der beste Einstieg, für mich persönlich passt aber das Buch „Presentation Zen“ von Garr Reynolds viel besser. Das liegt einfach daran, dass sein eigener Stil besser zu mir passt. Es gibt nämlich nicht den einen besten Stil beim Präsentieren. Es gibt viele unterschiedliche Stile, um eine Präsentation zu gestalten und zu halten. Du musst den Stil finden, der am besten zu dir passt. Garr Reynolds, wie auch Nancy Duarte stellen einige dieser Stile in ihren Büchern vor. Der persönliche Stil von Garr Reynolds liegt mir persönlich besser, daher gefällt mir wohl auch sein Buch so gut. Das Buch gibt es auch auf Deutsch und in vielen anderen Sprachen. Er hat sein Buch auch im Rahmen eines Google Talks vorgestellt, falls du hier mal reinschauen möchtest. Auch er hat zwei sehr gute Bücher zu weiterführenden Themen geschrieben: „Presentation Zen: Design“ und das extrem gute „The Naked Presenter“ .

Videos: TED talks
Der eigentlich wichtigste Tipp ist aber: Du wirst besser im Präsentieren, indem du immer wieder präsentierst. Wie bei fast allem, macht auch hier die Übung den Meister (oder die Meisterin). So findest du deinen eigenen Stil, merkst womit du dich am wohlsten fühlst und für welches Publikum und welche Situation eine bestimmte Art der Präsentation besser geeignet ist als andere.
Damit du aber verschiedene Stile ausprobieren kannst, musst du diese zunächst einmal kennen. Dazu solltest du dir möglichst viele Präsentationen ansehen, von Menschen, die richtig gut präsentieren können. Dazu ist meine Nr. 1 Empfehlung: TED talks. Bei „echten“ TED Talk (nicht TEDx) findest du eigentlich immer richtig gute Präsentatorinnen und Präsentatoren, die zudem noch zu richtig tollen Themen vortragen. Und das Ganze sogar noch in maximal 18 Minuten (manchmal sogar nur 9 Minuten). Denn das ist das Zeitlimit für TED talks. Da kannst du jederzeit mal die eine oder andere Präsentation zwischenreinschieben. So lernst Du viele Stile kennen und nebenbei auch noch viele interessante Themen kennen. Es gibt mittlerweile super viele TED talks. Wenn du aber bei den meistgesehenen anfängst, dann machst du definitiv nichts falsch (gibt es auch auf YouTube , da musst du aber nach Beliebtheit sortieren). Schau dir unbedingt „Do schools kill creativity?“ (Sir Ken Robinson) und „How great leaders inspire action“ (Simon Sinek) an.
Mit diesen drei Empfehlungen kannst Du zwar nicht direkt das gesamte Themengebiet rund ums Präsentieren erschlagen, aber sie sind ein sehr guter Anfang. Hast du vielleicht auch eine persönliche Empfehlung zum Thema Präsentationen und Präsentieren? Dann schreibe sie gerne in die Kommentare.
Marcus

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